Harms, Anja: SONERBOOR In der Stille der Wintertage und Winternächte, wenn nur das Rauschen des Meeres hörbar war und die Rufe der Vögel, entstand auf der Hallig Langeneß um den Jahreswechsel 2024/25 eine Reihe von phantastischen Tieren ­– ein Hallig-Bestiarium, Gestalten, die wie im Rausch zur Welt gekommen sind, um auf Papier ein Zuhause zu finden.
Und in diesem Buch: Jede kleine Zeichnung eines Halligwesens liegt unter einem schwarzen Passepartout; daneben, als mehrfarbiger Linolschnitt, befindet sich ein vielfach vergrößerter Ausschnitt aus der Zeich­nung, der bei näherem Hinschauen erneut ein phantastisches Wesen erahnen lässt.
Die Doppelseiten mit den Texten von Hans Arp tauchen im Buch auf wie Scherben im Watt, blitzen auf wie angespülte Bruchstücke.
Die Halligen wären längst verschwunden, hätte man nicht die Ufer befestigt. Gegen den drohenden Anstieg des Meeresspiegels aber wird das nicht mehr helfen. Die Sprache der Halligen, das Halligfriesisch, ist bereits nahezu ausgestorben. ›Sonerboor‹, der Titel des Buches, ist das halligfriesische Wort für ›sonderbar‹.
Ein Hallig-Bestiarium, dt., mehrfarbige Linolschnitte Handsatz, Buchdruckgedruckte Zeichnungen hinter Passepartout, Schmetterlingsbindung in Kassette, 58 S., 28 x 26 cm, Aufl. 25, num., sign., Oberursel, 2026 Verfügbarkeitsanfrage zurückweiter